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HAUTAUSSCHLAG / ATOPISCHE DERMATITIS

Hautausschlag oder Ekzem sind die häufigsten Begriffe für Hautirritationen, wobei die häufigste Art von Hautausschlag die atopische Dermatitis ist. Bei der atopischen Dermatitis handelt es sich um eine sehr häufig vorkommende chronisch entzündliche Hauterkrankung, die weltweit bis zu 1 von 5 Kindern und 2% aller Erwachsenen betrifft. Sie verursacht häufig einen starken Juckreiz der Haut, besonders nachts. Kinder mit Ekzem leiden daher oftmals an Schlafstörungen, was zu Angstzuständen, Lernschwierigkeiten und einer eingeschränkten Lebensqualität sowohl für die Kinder als deren Eltern führen kann. Glücklicherweise verbessern sich die Symptome bei Kindern in etwa 80% der Fälle², doch viele Erwachsene leiden auch dauerhaft an ihnen.  

 

Was sind die Ursachen für Ekzem?

Es wird angenommen, dass die Ursachen für Ekzeme vielfältig sind, wobei sie hauptsächlich in der genetischen Veranlagung, einer schlechten Hautbarrierefunktion und einer verstärkten Entzündungsreaktion liegen. 3 Darüber hinaus können auch Umweltfaktoren wie Allergene und Zigarettenrauch einen starken Einfluss auf die Schwere der Erkrankung haben.

  

Tabelle 1 – Faktoren, die an der Pathogenese von Ekzemen beteiligt sind 

Faktoren bei Ekzem 

Beschreibung 

Beschädigte Hautbarriere

Menschen mit Ekzemen neigen zu einer beschädigten Hautbarriere, die zum Teil durch eine genetische Mutation in einem Hautprotein namens Filaggrin verursacht wird, was Trockenheit und Hautreizungen zur Folge hat.4

Hyperaktive Entzündungsreaktion

Eine hyperaktive Immunreaktion, die zu Entzündungen der Haut führt und sich durch Rötung und Schwellung äußert, wie sie bei Ekzemen auftreten.4

Genetik

Menschen mit Ekzemen in der Familienanamnese sind möglicherweise genetisch anfällig und haben daher ein erhöhtes Risiko für Ekzeme, Asthma und andere allergische Reaktionen.5 Genaue Muster einer Vererbbarkeit sind jedoch noch nicht bekannt.6

Ein Mangel an natürlichen antibakteriellen Substanzen auf der Haut

Forschungen haben ergeben, dass viele Menschen mit Ekzemen einen Mangel an natürlichen antibakteriellen Substanzen haben, was das Risiko für Hautinfektionen erhöhen kann.7

Gestörtes Mikrobiom der Haut

Normalerweise befinden sich auf der Haut Billionen von Bakterien, die als Mikrobiota bezeichnet werden. Bei Menschen mit Ekzemen kann das gesunde Gleichgewicht jedoch durch ein übermäßiges Wachstum von Staphylococcus aureus8 gestört sein.

Symptome für Ekzem

Menschen mit Ekzemen neigen zu trockener Haut mit chronisch juckenden und schuppigen Bereichen sowie Rötungen und Schwellungen. Beim oftmals als „Juck-Kratz“-Zyklus bezeichneten Verhalten, kann Kratzen die Haut zusätzlich reizen, was zu Schwellungen und zum Nässen führt. 9 Wenn die Haut zerkratzt, gereizt und entzündet ist, wird die Hautbarriere geschwächt und das Risiko für überlagerte Infektionen erhöht. 10 Die am häufigsten betroffenen Körperbereiche variieren je nach Alter. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind häufig Wangen, Knie, Ellenbogenfalten und Handgelenke betroffen, während ein Ekzem bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gewöhnlich am Hals, an den Ellenbogen und den Kniekehlen vorkommt. Obwohl Ekzeme im Kindesalter deutlich häufiger auftreten und sich die Symptome im Laufe der Jahre allmählich lindern, können sie auch bis ins Erwachsenenalter fortbestehen oder bei einigen Erwachsenen sogar zum ersten Mal auftreten.   

 

Risikofaktoren 

Alter 

Kleinkinder sind am häufigsten von Ekzemen betroffen und die Symptome verbessern sich normalerweise mit dem Älterwerden. Jedoch können auch Jugendliche und Erwachsene betroffen sein.1 

Klima 

Das Zusammenwirken von kalter Außentemperatur und warmer Heizungsluft in den Wohnungen im Winter kann die Haut austrocknen und ihre Barrierefunktion beeinträchtigen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kälte bei niedriger Luftfeuchtigkeit mit einem erhöhten Auftreten von Ekzemen in Verbindung gebracht werden kann.11B Bei manchen Menschen hingegen verschlimmert sich der Hautausschlag bei feuchtem Klima, was die Symptomvielfalt von Mensch zu Mensch deutlich macht.12 

Genetik 

Obwohl die Erblichkeit von Ekzemen immer noch nicht genau verstanden wird, nimmt man an, dass bei manchen Menschen genetische Faktoren eine Rolle spielen. Bei bis zu 50% aller an Ekzem erkrankten wurden genetisch bedingte Filaggrin-Defekte festgestellt. Filaggrin ist der Name eines Eiweißbausteins in der Haut13, 14s 

Hautallergene 

Umweltallergene wie Tierhaare, Hausstaubmilben, Pollen und Latex können bei manchen Personen zu Kontaktdermatitis führen, was Reizungen und ein erhöhtes Ekzemrisiko zur Folge hat.15 

Ernährung 

Die Ernährung kann einen starken Anteil bei der Entstehung eines Ekzems haben, wobei bei bis zu ein Drittel aller Kinder mit Ekzemen eine Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Nahrungsmittel festgestellt worden ist. 16 Die fünf häufigsten Nahrungsmittel, die bei einer entsprechenden Allergie Ekzeme verursachen können, sind Eier, Milchprodukte, Gluten, Soja und Erdnüsse.17 

Zigarettenrauch 

Wenn man Zigarettenrauch ausgesetzt ist, erhöht sich das Risiko eines Ekzems erheblich, das gilt auch für den Zeitraum vor der Geburt.18, 19 

  

Hautpflege- und Reinigungsmittel sowie Kleidung 

Alkohohlhaltige Hautpflegemittel, sowie Seifen reizen die Haut und können zu Hauttrockenheit führen, indem sie der Haut ihre natürlichen Fette entziehen, was sich ungünstig auf die Symptome eines Ekzems auswirkt. Eltern von Kindern mit Ekzem wird daher empfohlen, Seife mit Vorsicht zu verwenden und unmittelbar nach dem Baden eine Feuchtigkeitscreme aufzutragen.20 Die auf die Haut aufgetragenen Produkte müssen sorgfältig ausgewählt werden, sie sollten möglichst keine reizenden Chemikalien wie Duftstoffe und Konservierungsmittel enthalten. 15 Kleidung aus Wolle oder anderem rauen Material kann einen Juckreiz ebenfalls verstärken und Ekzeme verschlimmern.12 

Stress und Schlaf

Es besteht eine Wechselwirkung zwischen psychischem Stress und Ekzem. Ein Ekzem kann zu erhöhtem Stress führen, während der Stress selbst die Symptome des Hautausschlags verschlimmern kann. 21 Aufgrund eines stärkeren nächtlichen Juckreizes kann Schlafmangel die Lebensqualität ebenfalls erheblich mindern.22 

 

Behandlungsansätze 

Die Behandlung von Ekzemen erfordert ständige Aufmerksamkeit, eine sorgfältige Auswahl der Produkte und die Vermeidung von Auslösern. Bei vielen Menschen ist der Hautausschlag chronisch geworden und nur sehr schwer zu behandeln.

 

Tabelle 2– Behandlungsansätze bei Hautausschlag23, 24 

Faktoren bei Ekzem 

Typische Behandlungsansätze 

Überaktives Immunsystem und Entzündungen

Entzündung reduzieren

Beschädigte Hautbarriere

Stärkung der Hautbarriere mit Feuchtigkeit und Vermeidung von reizenden Inhaltsstoffen

Juckreiz

Juckreiz verringern

Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen

Bei Bedarf antimikrobielle Mittel

Umweltfaktoren

Vermeidung von reizenden Seifen und heißen Bädern, Verwendung eines Luftbefeuchters und nicht rauchen25, 26

 

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 Verweise

 

  1. Nutten S. Atopic dermatitis: global epidemiology and risk factors. Ann Nutr Metab. 2015;66 Suppl 1:8-16.
  2. Dangoisse C. [Atopic dermatitis]. Rev Med Brux. Sep 2011;32(4):230-234.
  3. Rerknimitr P, Otsuka A, Nakashima C, Kabashima K. The etiopathogenesis of atopic dermatitis: barrier disruption, immunological derangement, and pruritus. Inflamm Regen. 2017;37:14.
  4. Czarnowicki T, Krueger JG, Guttman-Yassky E. Skin barrier and immune dysregulation in atopic dermatitis: an evolving story with important clinical implications. J Allergy Clin Immunol Pract. Jul-Aug 2014;2(4):371-379; quiz 380-371.
  5. Asher MI, Montefort S, Bjorksten B, et al. Worldwide time trends in the prevalence of symptoms of asthma, allergic rhinoconjunctivitis, and eczema in childhood: ISAAC Phases One and Three repeat multicountry cross-sectional surveys. Lancet. Aug 26 2006;368(9537):733-743.
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