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Seborrhoische dermatitis/schuppen

Als Schuppen bezeichnet man juckende, schuppige Kopfhaut, deren häufigste Ursache eine seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut ist.1 Diese Kopfhauterkrankung tritt in verschiedenen Altersgruppen auf. Sie manifestiert sich mit weißen oder gelblich fettigen Schuppen und wird von Hautrötungen und Juckreiz begleitet. 

Bei Säuglingen wird die seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut als „Milchschorf“ bezeichnet. Sie klingt in der Regel innerhalb von 12 Monaten ab. Schuppen treten häufig bei Jugendlichen auf, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Bei älteren Erwachsenen sind bestimmte Krankheiten wie Parkinson mit einer seborrhoischen Dermatitis verbunden. Schuppen sind für viele Menschen peinlich und unangenehm. Die Kopfhaut juckt und die weißen Schuppen legen sich sichtbar auf die Kleidung. 

Wodurch werden Schuppen verursacht? 

Noch ist nicht bekannt, was genau die Ursache von Schuppen ist. Umfangreiche Forschungen haben gezeigt, dass die verstärkte Bildung einer auch normalerweise auf der Haut existierenden Hefe namens Malassezia zur Schuppenbildung beitragen kann.1 Darüber hinaus wird angenommen, dass eine übermäßige Talgproduktion der Kopfhaut die Schuppenbildung anregt, was wiederum den Stoffwechsel der Malassezia stimuliert, was ebenfalls Reizungen und Entzündungen verschlimmern kann.2 Bei Menschen mit Schuppen scheinen die Verbindungen zwischen den Hautzellen der Kopfhaut geschwächt zu sein, was die Hautbarriere schwächt und weniger Feuchtigkeit speichert.3

Es gibt mehrere mögliche dermatologische Ursachen für eine juckende und schuppige Kopfhaut: 

  • Seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut (die häufigste Ursache für „Schuppen”)
  • Psoriasis
  • Dermatitis

 Tabelle 1 – Ursachen für juckende und schuppige Kopfhaut

Zustand der Kopfhaut Beschreibung
„Schuppen“ oder seborrhoische Dermatitis1 Die klassischste Ursache für Schuppen; verursacht Juckreiz und anhaltende fettige Schuppenablagerung von der Kopfhaut.
„Schuppenflechte“ oder Psoriasis4 Psoriasis verursacht klar abgegrenzte rosafarbene plaqueartige Bereiche, die schuppig wirken, aber dicker sind als die Schuppen bei einer seborrhoischen Dermatitis.
Kontaktdermatitis5 Juckende, rote und schuppige Haut, die normalerweise durch eine reizende Chemikalie in Haarpflegeprodukten verursacht wird.

Symptome für seborrhoische Dermatitis

Die seborrhoische Dermatitis ist eine Erkrankung, bei der sich die Kopfhaut entzündet, schuppt und extrem juckt. Bei manchen Menschen mit seborrhoischer Dermatitis ist die Haut in der Mitte des Gesichts einschließlich des Augenbrauenbereichs und der Falten um die Nase betroffen. In manchen Fällen kann sogar die Brust betroffen sein. In diesem Fall erscheint die betroffene Haut hellrosa oder rot mit feiner weißer bis gelblicher Schuppenbildung.

Bei manchen Menschan kann eine richtige Haarpflege und -behandlung Schuppen beseitigen. Für viele Menschen, die zu Schuppen neigen, kann dies jedoch ein anhaltendes und wiederkehrendes lebenslanges Problem sein.

Risikofaktoren 

Alter 

Die seborrhoische Dermatitis („Schuppen“) scheint in drei Hauptphasen des Lebens aufzutreten. Die bei Neugeborenen üblichen Schuppen werden als „Milchschorf" bezeichnet. Sie bestehen gewöhnlich bis zum zweiten Lebensjahr. Die Prävalenz von Schuppen steigt dann erneut im Jugendalter, wobei Männer häufiger als Frauen betroffen sind, höchstwahrscheinlich als Folge einer durch Androgene erhöhte Talgproduktion. Anschließend ist die Prävalenz bei Erwachsenen über 50 Jahren erneut erhöht, da die Talgdrüsenaktivität zurückgeht.6 

Psychiatrische Krankheiten 

Bei Menschen mit bestimmten psychiatrischen Erkrankungen wie Depressionen besteht ein erhöhtes Risiko für seborrhoische Dermatitis.1 

Neurologische Krankheiten 

Es gibt eine höhere Prävalenz der seborrhoischen Dermatitis bei Parkinson-Patienten und Demenz.1 

Schwaches Immunsystem 

Menschen, die an HIV erkrankt sind oder eine Organ- oder Knochenmarkstransplantation hatten und Medikamente zur Immununterdrückung nehmen, haben ein erhöhtes Risiko für eine Schuppenbildung. Es wird angenommen, dass es bei Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem zu einer Überwucherung mit Malassezia-Hefen kommen kann.7 

Umwelt

Bei manchen Menschen führt der Einfluss von Sonnenstrahlen zu soborrheischer Dermatitis. Diese Erkenntnis ist besonders bei Menschen mit Erkrankungen, die auf Sonneneinstrahlung reagieren, wie zum Beispiel Lupus, zu berücksichtigen.

Der Winter kann besonders für diejenigen, die zu trockener Haut neigen, sehr lästig sein, da der Wechsel von kalter Außenluft und warmer Raumluft zu verstärkter Reizung der Kopfhaut und zu Schuppenbildung führen kann.9 

Produkte 

Wer zu Schuppen neigt, sollte unbedingt auf die Inhaltsstoffe in Shampoo, Spülung, Haargel, Haarfärbemitteln und anderen Haarprodukten achten. Produkte können aus verschiedenen Gründen Schuppen auslösen. Dazu gehört auch übermäßiges Shampoonieren, was zu Trockenheit und Reizungen führt. Der Gebrauch von mehreren Produkten gleichzeitig kann auch , was zu fettiger Kopfhaut und Schuppenbildung führen, schlimmstenfalls sogar Allergien gegen bestimmte Chemikalien auslösen kann.

Stress

Psychischer Stress kann bei Menschen mit seborrhoischer Dermatitis der Kopfhaut zu einer erheblichen Verschlimmerung der Symptome führen.10 

 

Behandlungsansätze 

 Tabelle 2 – Behandlungsansätze bei Schuppen1

Ursachen und Symptome Gängige Behandlungsansätze
Überwucherrung der Kopfhaut mit Malassezia Antimykotische Shampoos
Entzündung und Juckreiz Entzündung verringern
Schuppige Kopfhaut Anti-Schuppen-Shampoo
Fettige Kopfhaut und Hygiene 2-3 mal pro Woche Haare waschen, um das Einfetten der Kopfhaut zu verhindern
Reizungen durch Chemikalien Häufigkeit der Verwendung von Shampoos und Haarpflegemitteln verringern. Suchen Sie nach einer passenden Allergiebehandlung, wenn die Reizung anhält

 

Siehe Kamedis sebo schuppen-shampoo  

Verweise 

  1. Borda LJ, Wikramanayake TC. Seborrheic Dermatitis and Dandruff: A Comprehensive Review. J Clin Investig Dermatol. Dec 2015;3(2).
  2. Ro BI, Dawson TL. The role of sebaceous gland activity and scalp microfloral metabolism in the etiology of seborrheic dermatitis and dandruff. J Investig Dermatol Symp Proc. Dec 2005;10(3):194-197.
  3. Turner GA, Hoptroff M, Harding CR. Stratum corneum dysfunction in dandruff. Int J Cosmet Sci. Aug 2012;34(4):298-306.
  4. Eberle FC, Bruck J, Holstein J, et al. Recent advances in understanding psoriasis. F1000Res. 2016;5.
  5. Redlick F, DeKoven J. Allergic contact dermatitis to paraphenylendiamine in hair dye after sensitization from black henna tattoos: a report of 6 cases. CMAJ. Feb 13 2007;176(4):445-446.
  6. Cotterill JA, Cunliffe WJ, Williamson B, Bulusu L. Age and sex variation in skin surface lipid composition and sebum excretion rate. Br J Dermatol. Oct 1972;87(4):333-340.
  7. Tragiannidis A, Bisping G, Koehler G, Groll AH. Minireview: Malassezia infections in immunocompromised patients. Mycoses. May 2010;53(3):187-195.
  8. Moehrle M, Dennenmoser B, Schlagenhauff B, et al. High prevalence of seborrhoeic dermatitis on the face and scalp in mountain guides. Dermatology. 2000;201(2):146-147.
  9. Pierard-Franchimont C, Pierard GE, Kligman A. Seasonal modulation of sebum excretion. Dermatologica. 1990;181(1):21-22.
  10. Park SY, Kwon HH, Min S, et al. Clinical manifestation and associated factors of seborrheic dermatitis in Korea. Eur J Dermatol. Apr 1 2016;26(2):173-176.
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