x
Free shipping for orders over €20

AKNE

Akne, auch Akne vulgaris, ist eine der häufigsten Hauterkrankungen der Welt. Sie besteht aus Akneläsionen oder Pickeln, einschließlich Komedonen, Mitessern, Zysten und Knoten und geht oft mit Rötungen und Schmerzen einher. Akne befällt nicht nur Teenager, sondern hält bei vielen Menschen bis ins Erwachsenenalter an. Einige entwickeln Akne sogar überhaupt erst als Erwachsene.1 Neben den körperlichen Symptomen ist Akne für viele Menschen psychisch belastend und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Studien haben gezeigt, dass Akne die seelische Gesundheit bei über 50% der Betroffenen stark beeinträchtigt und oft mit schlechtem emotionalem Befinden, Depressionen und sogar Suizidgedanken verbunden sein kann.2-4 

 

Wodurch wird Akne verursacht? 

Akne wird in der Regel durch eine Kombination der sogenannten „vier Säulen von Akne“5 verursacht. Jede Person kann an Akne, die durch eine oder eine Kombination dieser verschiedenen „Säulen“ hervorgerufen wird, erkranken, weshalb eine Aknebehandlung direkt auf eine oder mehrere dieser Säulen abzielt: 

  • Verstopfte Poren
  • Erhöhte Produktion natürlicher Fette
  • Überwucherung der Haut mit Bakterien
  • Entzündung

 

Verstopfte Poren 

Die Haut regeneriert sich kontinuierlich. Allerdings können sich die Hautzellen um die Poren manchmal zu schnell teilen, was zu deren Verstopfung führt.

Erhöhte Talgproduktion 

Die Talgdrüsen versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und bilden einen Schutzfilm über der äußeren Hautschicht. Bei einigen Menschen trägt eine Überproduktion von Talg zu Akne bei. Hormone können diese Talgdrüsen dazu anregen, mehr Talg zu produzieren. Eine erhöhte Talgproduktion kommt während der Pubertät sehr häufig vor und kann kurz vor der Menstruation als Reaktion auf erhöhte Produktion von sog. Androgenen auftreten.6 

Überwucherung durch Bakterien 

Unsere Haut beherbergt Tausende von Bakterien, die sog. Mikrobiota, die normalerweise in einem gesunden Gleichgewicht zusammenleben. Verstopfte Poren und fettige Haut schaffen jedoch die ideale Umgebung für ein ungesundes übermäßiges Wachstum von Bakterien, wobei es sich dabei meistens um das Propionibakcterium acnes handelt.7 

Entzündung 

Insgesamt führen verstopfte Poren, zu viel Talg und eine Überwucherung mit Bakterien zu einer entzündlichen Reaktion, einhergehend mit entzündeten Läsionen, Rötung und manchmal Schmerzen.

Symptome bei Akne 

Akne tritt sehr häufig vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, wobei man aufgrund von Untersuchungen schätzt, dass über 90% aller Teenager Akne entwickelt. 1 Die meisten Jugendlichen leiden eine gewisse Zeit an Akne, aber auch bei Erwachsenen ist Akne eine häufige Hauterkrankung.

Akne tritt normalerweise im Gesicht auf, aber auch Nacken, Rücken, Schultern und Brustbereich können betroffen sein. Pickel oder durch Akne verursachte Wunden werden im Allgemeinen in zwei Gruppen unterteilt: entzündliche und nicht entzündliche Läsionen. Entzündliche Läsionen sind in der Regel stärker gerötet und schmerzhafter. Es handelt sich hierbei um Eiterbeulen (Pusteln), hellrote oder rosa Beulen (Papeln) und tiefe schmerzhafte Beulen, die als Entzündungsknoten und Zysten bezeichnet werden. Nicht entzündliche Läsionen sind dagegen in der Regel fleischfarbene Beulen, die als offene Komedonen (Mitesser) und geschlossene Komedonen (weiße Pickel) bezeichnet werden.

Selbst nach Abklingen der Akne, können dunkle Flecken und Narben übrigbleiben, die schwer zu behandeln sind. Umso wichtiger ist eine wirksame Hautpflege und Behandlung für die zur Akne neigende Haut.

 Tabelle 1 – Häufige Läsionen bei Akne

Art der Akneläsion umgangssprachliche Bezeichnung Beschreibung
Offenes Komedo Mitesser Eine verstopfte Pore, die oben eine erweiterte Öffnung hat, wodurch die Hautpartikel oxidieren und schwarz werden können.
Geschlossenes Komedo Weißer Pickel Eine verstopfte Pore, die oben mit einer Hautschicht verschlossen ist und wie eine kleine fleischfarbene Beule aussieht.
Entzündete Papel Pickel Kleine rosafarbene oder rote, kuppelförmige Erhebung ohne erkennbare Öffnung, die von einer Entzündung umgeben ist.
Pustel Pickel Eine wulstige Beule, die weiß oder gelblich wirken kann, weil sie abgestorbene weiße Blutkörperchen (Eiter) enthält
Knötchen und Zyste Zystischer entzündeter Knoten Ein Knoten ist eine große, schmerzhafte Beule, die sich tief unter der Haut bildet. Bei Berührung kann sie sehr schmerzhaft und fest sein. Ein Knoten kann Wochen oder Monate bestehen und sich zu einer Zyste oder Narbe verhärten.
Nachentzündliche Hyperpigmentierung Dunkle Flecken Dunkle Flecken erscheinen in Bereichen, in denen Akne zuvor aktiv war. Diese Flecken tauchen häufiger bei Menschen mit dunklerer Hautfarbe auf und können Monate verbleiben, auch wenn die Akne bereits abgeklungen ist.
 

Risikofaktoren

Alter

Akne kann in jedem Alter auftreten. Obwohl Jugendliche während der Pubertät am häufigsten betroffen sind, können selbst Neugeborene kurz nach der Geburt Akne entwickeln, die durch die Hormone der Mutter verursacht wird. Leider haben teilweise auch Menschen noch mit über vierzig mit Akne zu kämpfen.1,8 

 

Ernährung

Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index und Kuhmilch, insbesondere Magermilch, können Akne verschlimmern,9-11 ebenso Nahrungsergänzungen mit Molkeprotein, wie es beispielsweise in Fitness-Shakes enthalten ist.12, 13 

 

Umwelt 

Feuchtigkeit, Hitze und Schweiß können Akne verschlimmern, z. B. bei Bewegung und Sport, wenn Schweiß unter Helmen oder Stirnbändern nicht verdunsten kann.14

 

Genetik 

In manchen Familien kommt Akne gehäuft vor. Wahrscheinlich besteht ein Zusammenhang mit einer Überfunktion der Talgdrüsen.6 

 

Hormonelle Schwankungen 

Hormone haben einen direkten Einfluss auf die Talgproduktion, und Hormonschwankungen wie z.B. des Progesterons während des Menstruationszyklus können zu Akne führen.11 

 

Produkte 

Bestimmte Inhaltsstoffe von Cremes und Kosmetik- oder Reinigungsprodukten, die auf die Gesichtshaut aufgetragen werden, können die Poren verstopfen und unmittelbar zur Bildung von Komedonen und Akne führen.

 

Stress

Studien haben gezeigt, dass Akne in Phasen von psychischer Belastung auftreten kann.15, 16 

 

Behandlungsansätze 

 Die Behandlung von Akne ist von Person zu Person unterschiedlich und hängt von der Schwere der Erkrankung ab.

 

Tabelle 2 –Behandlungsansätze bei Akne 

Pathogener Faktor bei Akne Typischer Behandlungsansatz
Verstopfte Poren Normalisierung der Hautzellenregenerierung und Exfolierung, um verstopfte Poren zu reduzieren
Erhöhte Talgproduktion Verringerung oder Hemmung der Talgproduktion und Modifizierung des Sebumprofils
Bakterienüberwucherung Antibakterielle Mittel
Entzündung Reduzierung der Entzündung

 

Sehen Sie Kamedis-Produkte zur Pickelausbrüche und Hautunreinheiten

 

references

 

  1. Stathakis V, Kilkenny M, Marks R. Descriptive epidemiology of acne vulgaris in the community. Australas J Dermatol. Aug 1997;38(3):115-123.
  2. Su P, Chen Wee Aw D, Lee SH, Han Sim Toh MP. Beliefs, perceptions and psychosocial impact of acne amongst Singaporean students in tertiary institutions. J Dtsch Dermatol Ges. Mar 2015;13(3):227-233.
  3. Kubota Y, Shirahige Y, Nakai K, et al. Community-based epidemiological study of psychosocial effects of acne in Japanese adolescents. J Dermatol. Jul 2010;37(7):617-622.
  4. Do JE, Cho SM, In SI, et al. Psychosocial Aspects of Acne Vulgaris: A Community-based Study with Korean Adolescents. Ann Dermatol. May 2009;21(2):125-129.
  5. Gollnick HP, Dreno B. Pathophysiology and management of acne. J Eur Acad Dermatol Venereol. Jun 2015;29 Suppl 4:1-2.
  6. Janiczek-Dolphin N, Cook J, Thiboutot D, et al. Can sebum reduction predict acne outcome? Br J Dermatol. Oct 2010;163(4):683-688.
  7. Sardana K, Verma G. Propionibacterium acnes and the Th1/Th17 Axis, Implications in Acne Pathogenesis and Treatment. Indian J Dermatol. Jul-Aug 2017;62(4):392-394.
  8. Perkins AC, Maglione J, Hillebrand GG, et al. Acne vulgaris in women: prevalence across the life span. J Womens Health (Larchmt). Feb 2012;21(2):223-230.
  9. Adebamowo CA, Spiegelman D, Danby FW, et al. High school dietary dairy intake and teenage acne. J Am Acad Dermatol. Feb 2005;52(2):207-214.
  10. Smith RN, Mann NJ, Braue A, et al. A low-glycemic-load diet improves symptoms in acne vulgaris patients: a randomized controlled trial. Am J Clin Nutr. Jul 2007;86(1):107-115.
  11. Smith RN, Braue A, Varigos GA, Mann NJ. The effect of a low glycemic load diet on acne vulgaris and the fatty acid composition of skin surface triglycerides. J Dermatol Sci. Apr 2008;50(1):41-52.
  12. Simonart T. Acne and whey protein supplementation among bodybuilders. Dermatology. 2012;225(3):256-258.
  13. Cengiz FP, Cevirgen Cemil B, Emiroglu N, et al. Acne located on the trunk, whey protein supplementation: Is there any association? Health Promot Perspect. 2017;7(2):106-108.
  14. Sardana K, Sharma RC, Sarkar R. Seasonal variation in acne vulgaris--myth or reality. J Dermatol. Aug 2002;29(8):484-488.
  15. Chiu A, Chon SY, Kimball AB. The response of skin disease to stress: changes in the severity of acne vulgaris as affected by examination stress. Arch Dermatol. Jul 2003;139(7):897-900.
  16. Yosipovitch G, Tang M, Dawn AG, et al. Study of psychological stress, sebum production and acne vulgaris in adolescents. Acta Derm Venereol. 2007;87(2):135-139.
Sale

Unavailable

Sold Out

Shopping cart

EUR